Ältere und Jüngere erfolgreich im Team – Reverse Mentoring als Beispiel einer Maßnahme

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Was kann ein Unternehmen tun gegen die Demografie-Falle. Die Antwort lautet „Demografiefeste Personalarbeit“, wie in der chemischen Industrie im Projekt „Demografiefeste Personalpolitik in der chemischen Industrie (deci)“ beschrieben. Oder schauen Sie, was die Deutsche Telekom macht. Wir haben das Konzept „Generation@Telekom“ entwickelt.

Das Programm verbessert die gegenseitige Wertschätzung und den Wissenstransfer, fördert den Dialog zwischen den Generationen, adressiert nicht nur die Gruppe der Älteren, sondern begleitet die Beschäftigten vor dem Unternehmenseintritt bis zum -austritt und auch danach.

Aus einer Vielzahl von Maßnahmen greife ich „Reverse Mentoring“ als Beispiel für eine besonders wirksame Maßnahme heraus, weil hier die beiden Megatrends Demografie und Social Media adressiert werden. Was bedeutet Reverse Mentoring bei der Deutschen Telekom? Klassisches Mentoring ist allseits bekannt: Eine berufserfahrene Persönlichkeit (MentorIn) begleitet eine weniger erfahrene Person gezielt bei ihrer beruflichen Entwicklung (Mentee). Wir haben den Spieß umgedreht.

Tatsächlich haben wir „Digital Natives“ (junge Mitarbeiter mit natürlicher Social Media Expertise) gewonnen, die bereit waren, Manager in die Geheimnisse der Social Media Nutzung einzuweihen und haben sie als Mentoren eingesetzt. Eine Vielzahl der Manager haben das Angebot angenommen und sich vom „Digital Ignorant“ zum „Digital Immigrant“ entwickelt. Was hat das gebracht? Unsere Führungskräfte nutzen interne und externe Social Media Plattformen immer intensiver für Ihre Alltagsarbeit. Sie werden mehr und mehr zum normalen Handwerkszeug der Führung. Erste Impulse zur Veränderung von Führungsstilen sind bereits spürbar. Aktuellere Information, verstärkte Nutzung von Ideen der Mitarbeiter und mehr Einbindung sind die Indikatoren.

Darüber hinaus sind tragfähige Beziehungen zwischen den Generationen entstanden, die natürlich wechselseitig genutzt werden. Was die jungen Mitarbeiter betrifft, sie fühlen sich ernst genommen, eingebunden und ihre Bindung ans Unternehmen wurde gestärkt. Mein Fazit lautet, „Ältere und Jüngere erfolgreich im Team“ sind eine große Chance für Performance-Sprünge und Begeisterungskultur in einer vernetzten Welt im Umbruch.

Geschrieben von

Edmund Komar

Edmund Komar, Blogger, Speaker, ausgebildeter Coach und Moderator mit Faible für Stärken- und Wachstumsorientierung. Langjährige Erfahrung als Führungskraft in Business, Beratung und HR, von Klein- bis DAX-Unternehmen, u.a. als Vice President Corporate Development der AXA Versicherungen, als HR Business Partner für IT, Business Security, Innovation Laboratories der Deutschen Telekom und als Principal von renommierten Beratungsunternehmen.

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