Weckruf für Unternehmer: Aufbruch ins Facebook- und Fashion-Zeitalter

Am 20.6.2012 hatte ich die Chance, mit meiner Keynote Speech „Aufbruch ins Facebook- und Fashion-Zeitalter“ (Download: 20120620_EK_BME_Aufbruch_F_F_Z) im Rahmen der Veranstaltung von Positiv-Multimedia und der Stadt Bad Münstereifel „Chancen und Nutzen im Online-Marketing für Unternehmen der Region“ einen Weckruf an die Unternehmer der Region Bad Münstereifel anzubringen. Denn die Chance für Unternehmer im Ort  war lange nicht mehr so günstig wie jetzt.

In meinem Beitrag habe ich Storytelling als Change-Tool eingesetzt und in fiktiven Geschichten eines Bad Münstereifler Restaurant-Besitzers und einer potenziellen Kundenfamilie erläutert, warum Social Media + Mobiles Internet eine neue Infrastruktur des 21. Jhdt. sind, wie Strom, Telefon oder TV im letzten Jahrhundert. Ich bezeichne diese revolutionäre globale Entwicklung vereinfacht als „Aufbruch ins Facebook-Zeitalter“. Jeder Unternehmer ist gut beraten, zu lernen, welche Chancen und Risiken im Online-Marketing über die neue Infrastruktur liegen.

Größte Hebelwirkung für mein Geschäft
Aufbruch ins Facebook- und Fashion-Zeitalter

Durch die Investitionen in das Fashion-Center Bad Münstereifel entstehen für clevere Unternehmer in der Region eine Vielzahl von realen Möglichkeiten, ihr Geschäft auszubauen oder neue Geschäfte zu starten. Der Unternehmer, der hellwach und zügig die Geschäfts-Chancen rund um das Fashion-Center Bad Münstereifel geschickt mit Online-Marketing unterstützt, hat die größten Erfolgschancen. Beispielhaft folgende Denkanstöße:

  • Wie sprechen Sie die Fashion-Center Kunden bereits vor Ihrem Besuch online an?
  • Wie bauen Sie eine Online-Fangemeinde auf, um überregionale Kunden nach Ihrem Besuch in BME zu binden?
  • Wie erfahren Sie online, was Kunden von Ihrem Service/Ihren Produkten denken? Was können Sie daraus lernen?

Es macht ganz besonderen Spaß, Unternehmer und Führungskräfte aus meiner Heimatregion als Sparringspartner und innovativer Impulsgeber bei herausfordernden geschäftlichen und persönlichen Veränderungen zu begleiten. Besonders erfreulich ist, dass bereits die ersten Unternehmer begonnen haben, Pläne auszuarbeiten. Die Resonanz in der Presse ist enorm
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und das Feedback der Teilnehmer war ausgesprochen positiv. Das wird helfen, noch mehr Unternehmer aufzuwecken und am Ende Bad Münstereifel und die Region voran bringen.

Ältere und Jüngere erfolgreich im Team – Illusion oder Diversity-Chance für Unternehmen

Ältere und Jüngere erfolgreich im Team. Das klingt nach Illusion, oder?

Stellen sie sich bitte vor, was geschieht, wenn der 20Jährige Sven und der 62 Jährige Helmut gezwungen werden miteinander zu arbeiten. Ihre Lebenswelten unterscheiden sich deutlich. Schauen wir mal auf den Musikgeschmack. Sven findet die schrille Lady Gaga klasse, während Helmut Sinfonien von Bruckner oder Mahler liebt. Sven schaut vor allem RTL und freut sich auf „Deutschland sucht den Superstar“. Helmut hingegen bevorzugt Informations-Sendungen auf ARD und ZDF. Sven verbringt ein Drittel des Tages mit Facebook, Xing und LinkedIn. Helmut sieht in Facebook eher die Gefahren für den Datenschutz.

Was wird geschehen, wenn niemand versucht, Brücken zu bauen? Auch wenn das Bild etwas überzeichnet ist, Konflikte zwischen Sven und Helmut sind vorprogrammiert, oder? Dennoch, Unternehmen müssen sich mit der Zusammenarbeit zwischen den Generationen  beschäftigen. Denn Deutschland sitzt in der Demografie-Falle. Jeder weiß es, aber wenige betrachten das Problem umfassend genug.

Was bedeutet es für Unternehmen, wenn die Bevölkerungsstruktur sich von der Pyramide zum Pilz entwickelt? Schauen wir uns die  nächsten gut 7 Jahre bis 2020 an und stützen wir uns auf das Szenario des stat. Bundesamts mit den geringsten Bewegungen. Wir müssen mit einem Rückgang der unter 30 Jährigen um 2,3 Mio. (- 14 %) rechnen. Würden in München und Köln nur diese unter 30 Jährigen wohnen, wären beide Städte 2020 weg. Andererseits werden die 55 – 65 Jährigen um 3,5 Mio. (+ 24 %) zunehmen. Wir bekommen eine Stadt  der 55 – 65 Jährigen in der Dimension von Berlin dazu.

Wie wird sich das auf die Unternehmen auswirken? Fachkräftemangel ist heute schon in aller Munde und der Kampf um junge Talente hat bereits begonnen. Der „War for Talents“ wird sich schnell und dramatisch verschärfen? Thomas Sattelberger vertritt die These: „Talentmärkte werden zukünftig wichtiger als Kapitalmärkte“. Nachvollziehbar, wie ich finde. Unternehmen sind mehr und mehr gezwungen, mehr ältere Mitarbeiter länger einzusetzen. Wenn ein Unternehmen es mit allen Anstrengungen geschafft hat, junge Leute zu gewinnen, dann wird es alles dafür tun, dass diese raren Exemplare motiviert bleiben und nicht abwandern. Damit ist die Zusammenarbeit zwischen den Generationen als kritischer Erfolgsfaktor auf der Agenda.

Lesen Sie weiter unter: Ältere und Jüngere erfolgreich im Team – Reverse Mentoring als Beispiel für eine Maßnahme.

Ältere und Jüngere erfolgreich im Team – Reverse Mentoring als Beispiel einer Maßnahme

Was kann ein Unternehmen tun gegen die Demografie-Falle. Die Antwort lautet „Demografiefeste Personalarbeit“, wie in der chemischen Industrie im Projekt „Demografiefeste Personalpolitik in der chemischen Industrie (deci)“ beschrieben. Oder schauen Sie, was die Deutsche Telekom macht. Wir haben das Konzept „Generation@Telekom“ entwickelt.

Das Programm verbessert die gegenseitige Wertschätzung und den Wissenstransfer, fördert den Dialog zwischen den Generationen, adressiert nicht nur die Gruppe der Älteren, sondern begleitet die Beschäftigten vor dem Unternehmenseintritt bis zum -austritt und auch danach.

Aus einer Vielzahl von Maßnahmen greife ich „Reverse Mentoring“ als Beispiel für eine besonders wirksame Maßnahme heraus, weil hier die beiden Megatrends Demografie und Social Media adressiert werden. Was bedeutet Reverse Mentoring bei der Deutschen Telekom? Klassisches Mentoring ist allseits bekannt: Eine berufserfahrene Persönlichkeit (MentorIn) begleitet eine weniger erfahrene Person gezielt bei ihrer beruflichen Entwicklung (Mentee). Wir haben den Spieß umgedreht.

Tatsächlich haben wir „Digital Natives“ (junge Mitarbeiter mit natürlicher Social Media Expertise) gewonnen, die bereit waren, Manager in die Geheimnisse der Social Media Nutzung einzuweihen und haben sie als Mentoren eingesetzt. Eine Vielzahl der Manager haben das Angebot angenommen und sich vom „Digital Ignorant“ zum „Digital Immigrant“ entwickelt. Was hat das gebracht? Unsere Führungskräfte nutzen interne und externe Social Media Plattformen immer intensiver für Ihre Alltagsarbeit. Sie werden mehr und mehr zum normalen Handwerkszeug der Führung. Erste Impulse zur Veränderung von Führungsstilen sind bereits spürbar. Aktuellere Information, verstärkte Nutzung von Ideen der Mitarbeiter und mehr Einbindung sind die Indikatoren.

Darüber hinaus sind tragfähige Beziehungen zwischen den Generationen entstanden, die natürlich wechselseitig genutzt werden. Was die jungen Mitarbeiter betrifft, sie fühlen sich ernst genommen, eingebunden und ihre Bindung ans Unternehmen wurde gestärkt. Mein Fazit lautet, „Ältere und Jüngere erfolgreich im Team“ sind eine große Chance für Performance-Sprünge und Begeisterungskultur in einer vernetzten Welt im Umbruch.