DGFP//congress 2015 – Die Digitale Transformation: Personaler habt weniger Schiss und mehr Mut zum ausprobieren

HR auf dem Weg vom Hauptbedenkenträger zum Chief Experimental Officer

Mein persönlicher und subjektiver Rückblick auf den spannenden DGFP Kongress 2015. Hier findet ihr eine Fotostory und einen Einblick in die Live-Resonanz auf Twitter.

Für die Politik ist die Digitalisierung offensichtlich noch “Neuland”. Personalentscheider ringen noch um ihre Rolle bei der Digitalen Transformation: Weiterhin verängstigt, gar ablehnend, passiv zuschauen oder als Gestalter die Weichen in den Unternehmen stellen. Weniger Schiss und mehr Mut zum ausprobieren fordert Prof. Wilhelm Bauer vom Fraunhofer Institut. Das Highlight war das von Stephan Grabmeier, twitter.com/InnoEvangelist, moderierte Panel zu Level 6 // Digitale Transformation mit praktischen Beispielen von Continental, Axel Springer, VW und Bosch. Viele Teilnehmer hätten sich noch mehr davon gewünscht. Das kann ja noch nachgeholt werden.

4 alarmierende Keynotes, die Ihnen den Weg für Wachstum bereiten

Neulich habe ich einen Kunden bei der Vorbereitung eines Gespräches mit einem Vorstand unterstützt. Wir haben Fragen gesammelt, mit denen man die Bereitschaft zu Innovation und Change testen und fördern kann. Hier ein Beispiel: „Stellen Sie sich bitte vor, es wäre 2020 und Sie oder Ihr/e Nachfolger/in hätten die Chance, Sie aus der Zukunft im Jahr 2014 anzurufen. Welchen Anruf würden Sie lieber bekommen: Einen Notruf, wo Sie verzweifelt gefragt werden, wo denn die Innovationen bleiben, die neue Wachstumsfelder erschließen? Oder einen  Anruf voller Dankbarkeit, dass Sie Innovationskompetenz und – Kultur rechtzeitig aufgebaut haben, so dass ständig neue Geschäftsmodelle entwickelt und Wachstumfelder erschlossen werden?“

 

Eine immer größere Zahl von Unternehmen, die einen radikalen Umbruch in ihrer Branche erleben, stehen an einem Scheideweg, zögern oder haben keine Orientierung. Da braucht es häufig einen Impuls oder Weckruf,  der über den Alltag und das operative Geschäft hinausreicht, der durchaus provokativ gewohnte Muster in Frage stellt. Häufig kann eine externe Stimme aus unabhängiger Position viel klarer Risiken, Handlungsdruck und Chancen artikulieren. Das können Keynotes oder kurze Impuls-Workshops sein. So kann für die internen Zukunftsgestalter der Boden bereitet werden.

 

Der Kunde hatte mich gebeten, einige aktuelle Themen, zu denen wir Keynotes und Impulse geben können, zusammenzustellen. Die 4 Themen, die unsere Kunden derzeit am stärksten interessieren, sind hier aufgelistet. Welche Herausforderungen stehen bei Euch/Ihnen oben auf der Liste?

DGFP lab und HR Safari – 2 frische, innovative Formate verleihen HR Flügel

Die Berichte und Studien über Personalfunktionen, die die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, sind Legion. Es gibt aber nicht nur Personalmanager, die wie ein Bandscheibenvorfall der Organisation wirken und staubtrocken nur auf Compliance, Verwaltung und Restrukturierung setzen. Ja, man findet die Zukunftsgestalter, wenn man weiß wo. Ihre Zahl wächst. Das ist gut. Denn die Herausforderungen der Unternehmen durch immer mehr Branchen, die sich neu erfinden müssen, sind enorm. HR Entscheider und Professionals, die die Herausforderungen als Chancen nutzen möchten, haben sich in den letzten Wochen in 2 innovativen Formaten Orientierung, Knowwhy, praktisches Knowhow geholt und Energie getankt, um ihre Personalfunktion neu zu erfinden.

DGFP lab: 200 HR Professionals starten in die Zukunft von HR

Mit dem mutigen und innovativen Format “DGFP lab Participate! – Mitreden, Mitdenken, Mitgestalten im Unternehmen von morgen” hat die DGFP 200 HR Professionals und 30 Mitgestaltern (Experten) Ende September 2014 ein Forum zum mitreden, mitdenken und mitgestalten gegeben. In einer passenden, coolen Location, dem Radialsystem am Berliner Ostbahnhof wagt Musterbrecherin Katharina Heuer, die Vorsitzende der Geschäftsführung der DGFP einen mutigen Schritt in die Zukunft von HR und positioniert ihre Organisation radikal neu. Das DGFP lab ist Teil einer neuen Strategie, die Innovation Evangelists und people.innovation.partners. gerne mit Rat und Tat unterstützen. Walk the Talk -  In einem partizipativen Prozess entwickelten die mehr als 200 Teilnehmer Thesen für die Partizipation im Unternehmen von morgen. Sie werden sicher die Diskussion um die Zukunft von HR beleben und vermutlich manche Kontroverse auslösen. Anna-Katharina Schmidt, eine Teilnehmerin hat in diesem Artikel ihre Eindrücke der Veranstaltung Martin Gaedts Blog beschrieben. Einen persönlichen Rückblick mit vielen Fotos gibt es hier.

HR Safari – HR meets die Digitalisierung in freier Wildbahn

20 neugierige HR’ler haben am 1. und 2. Oktober 2014 die Zukunft von People Business und Digitalisierung an vielfältigen Orten, mit Protagonisten der digitalen Szene, Vertretern zukunftsweisender HR- oder besser People Business Praxis und mit Blick auf wichtige Trends erlebt.  Aufgeladen mit Energie kann es nun losgehen: Das Unternehmen der Zukunft mitgestalten. Dank geht an Innovation-Evangelists und Good School für das frische Konzept und die tolle Vorbereitung. Einen persönlichen Rückblick in die Zukunft mit vielen Fotos gibt es hier. Nun geht es darum aus den Events einen kontinuierlichen Transformationsprozess zu machen. Dazu sind Sie als Mitmacher und Mitgestalter herzlich eingeladen.

Business- und HR-Modelling – Mit Co-Creation Tools Zukunft gestalten

Professionelle, interaktive Werkzeuge für die (Mit-) Gestaltung von Geschäft, Karriere, Leadership und Personalmanagement
Innovationskompetenz ist überlebenswichtig: Gestern noch erfolgreiche Unternehmen verschwinden immer schneller vom Markt. Marktführer werden heute dreimal so häufig von Wettbewerbern verdrängt. Gleichzeitig wachsen innovative Unternehmen dreimal so schnell und erzielen kontinuierlich höhere Margen. Dazu brauchen Unternehmen eine kritische Masse von Führungskräften und Professionals, die Innovationskompetenz entwickeln und mit interaktiven Business- und HR-Modeling-Werkzeugen gemeinsam Brücken in die Zukunft für Menschen, Arbeit und Geschäft bauen. Denn die größte Energiequelle sind Menschen, die an einem Strang ziehen. Wie geht das? people.innovation.partners. nutzen eine ganze Suite von intuitiv verständlichen Werkzeugen, die über Poster, Postits und Apps Teams durch angeblich komplexe Aufgabenstellungen und Prozesse leiten. Hier können Sie einen den Flyer_Busines_HR_Modelling_Tools downloaden.

Business Model Canvas: Geschäfts- und Vertriebsmodell-Innovation leicht gemacht
Das ist der Klassiker, ursprünglich entwickelt von Osterwalder A. et al. in 2009. Begegnen Sie Ihrer Geschäftsführung auf Augenhöhe und überzeugen Sie mit Businesslogik. Damit der Markt am Ende Hurra schreit, ist ein kunden- und geschäftsgetriebener Fokus entscheidend. Dazu brauchen alle Beteiligte ein fundiertes Verständnis Ihres Geschäftsmodells und Ihres Kundenversprechens. Nutzen Sie eine interaktive Methode, mit der Sie im Team  eine geschäftliche Herausforderung schnell und systematisch durchdringen, Lösungsideen entwickeln und durchspielen können. Mit intuitiv verständlicher Visualisierung ermöglicht die Methode auch Kollegen/innen, die nicht gewohnt sind, täglich mit Businessplänen und Strategien zu arbeiten, einen schnellen Zugang.

Business Model Me:  Durchstarten – Die Zukunft selbst in die Hand nehme
Finden Sie Ihr unverwechselbares Profil, Ihren einzigartigen Wertbeitrag und entwickeln Sie robuste Karriereszenarien für bewegte Zeiten. Die Methode geht zurück auf Tim Clark, Alexander Osterwalder and Yves Pigneur, 2012. Der ungewohnte Blick auf die eigene Karriere durch die Brille eines Geschäftsmodells eröffnet regelmäßig unerwartete Perspektiven und gibt neuen Schub für Ihren beruflichen Erfolg. Verstehen Sie Ihr persönliches Karriere- und Geschäftsmodell  und erfinden Sie sich rechtzeitig neu. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie als Angestellter arbeiten, eine Selbstständigkeit planen oder in Ihrem Geschäft Wachstumsschwellen überwinden wollen.

HR Function Canvas:  Co-Pilot für Innovation, Wachstum und Profitabilität
Mit dieser Methode haben wir unsere eigenen vielfältigen Erfahrungen bei der Umgestaltung von Personalfunktionen verarbeitet. Erfinden Sie die Personalfunktion neu, bevor anderes es für Sie tun. Übersetzen Sie geschäftliche Herausforderungen von morgen in HR-Kompetenzen, -Services und Prozesse von heute. Machen Sie HR zum Role Model für die Organisation von morgen. Identifizieren Sie mit ihren Kunden und Ihrem Team akuten Handlungsbedarf, entwickeln Sie einen Masterplan zur strategischen, organisatorischen, qualitativen und instrumentellen Neuausrichtung und setzen Sie entlang geschäftlicher Prioritäten und mit dem Gespür für sich abzeichnende Chancen um. Geben Sie Raum für Experimente. Das Vorgehen hat sich auch bei der Neuausrichtung von anderen Zentralfunktionen wie IT, Organisation oder Einkauf erwiesen.

People Strategy Canvas:  Menschen und Geschäfte zukunftsfähig machen
Ebenfalls eine Eigenentwicklung, die den Begriff Personalstrategie demystifiziert und ganz praktisch macht. Was oder welche Kompetenzen treiben Wachstum oder halten den Wettbewerb auf Abstand? Gibt es eine strategische Lücke? Wer in Ihrem Unternehmen hat welche Innovationskompetenzen? Gemeinsam erkennen, wo die begrenzten Mittel konzentriert werden müssen. Die Rahmenbedingungen mitgestalten, damit Mitarbeiter ihre Energien bündeln, ihre Fähigkeiten entwickeln und über Grenzen hinweg kooperieren. Junge und „Silver“ Talente integrieren und zu Mitgestaltern und Mitunternehmern machen, die gerne und glaubwürdig Begeisterung verbreiten. So werden Kunden und Markt „hurra“ rufen.

Talent Management Canvas: Employees First und Innovation by Talents
Noch eine Eigenentwicklung aus der Erfahrung mit vielen Employer Branding- und Talent Management-Projekten. Eine attraktive Arbeitgebermarke und ein glaubwürdiges Mitarbeiter-Versprechen stehen im Einklang mit dem Geschäftsmodell, den geschäftlichen Herausforderungen, der Marke und dem Kundenversprechen. Der Talent Management Canvas führt durch neun Gestaltungsfelder für ein erfolgreiches und integriertes Talent-Management und Personalmarketing nach innen und außen. Entlang unseres Mottos „Innovation by Talents – Talents by Innovation“ geht es um Win-Win-Lösungen für Ihr Unternehmen und Ihre Talente. Kultivieren Sie schnelles Prototyping und Lernen aus Fehlern.

ReLead Canvas:  Agile Führung, Innovations-Kultur und Produktivität
Innovative Unternehmen und Champions in Kundenorientierung verlagern Entscheidungskompetenzen auf Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt. Die Führungsrolle wandelt sich deutlich. Führungskräfte erhalten den Auftrag, ein Innovations- und Wachstumsklima zu gestalten. Die gute Nachricht: Agile Führung können Sie lernen! Wir nutzen den ReLead Canvas im individuellen oder Teamcoaching, um gemeinsam mit Ihnen, geschäftliche Herausforderungen von morgen in Führungsherausforderungen von heute zu übersetzen, sie zu strukturieren und zu priorisieren. Ein Update des HR Service- und Produktportfolios kann zusätzlich abgeleitet werden. Die Methode wurde gemeinsam mit unseren Partnern Innovation Evangelists und Ignore Gravity entwickelt.

 

Neues Instrument zur Einschätzung von Innovationskompetenz gemeinsam mit der Hochschule Fresenius Köln erfolgreich getestet

Für die Entwicklung eines Online-Instruments zur Bestimmung der Innovationsfähigkeit von Mitarbeitern und Führungskräften wurden gemeinsam mit Daniel Braun und Prof. Katja Mierke von der Hochschule Fresenius verschiedene Modelle, Theorien und wissenschaftliche Befunde aus den Bereichen Kreativität, InnovationInnovationskompetenz und Entrepreneurship herangezogen. Mit den auf Selbstbeurteilungen basierenden Dimensionen des Fragebogens sowie zwei Leistungstests ermöglicht das Instrument eine differenzierte Beurteilung der Fähigkeiten, Motive, Verhaltensweisen und Eigenschaften von Mitarbeitern und Führungskräften, die in den unterschiedlichen Phasen des Innovationsprozesses potenziell von Bedeutung sind. Mehr Informationen finden Sie hier in unserem White Paper “Assessment der persönlichen Innovationskompetenz”.

Um die Güte des Verfahrens zu bestimmen wurden u. a. Reliabilitätsanalysen, Interkorrelationen zwischen den Leistungstests und bestimmten Selbstbeurteilungen sowie Unterschiede zwischen Teilnehmergruppen berechnet. Unser Dank gilt allen Teilnehmern der Validierungsstudie. Die Reliabilitätsanalysen zeigen, dass die im Instrument verwendeten Skalen in sich konsistent sind. Positive und signifikante Korrelationen zwischen den Ergebnissen der Leistungstest und den Selbstbeurteilungen belegen die Kriteriumsvalidität des Verfahrens. Mit anderen Worten: Das Instrument misst zuverlässig das, was es messen soll.

Als besonders interessant erwiesen sich einige der Gruppenvergleiche: Teilnehmer, die ein erfolgreiches Unternehmen mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen gegründet hatten, schnitten durchschnittlich besser ab als Teilnehmer, deren Unternehmen nicht innovativ oder (noch) nicht wirtschaftlich erfolgreich waren. Diese Unterschiede fielen sogar noch größer aus, wenn man die erfolgreichen und innovativen Unternehmer mit den Nicht-Unternehmern verglich. Die Unterschiede waren für alle Dimensionen und Testergebnisse des Instruments statistisch signifikant.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Instrument tatsächlich dazu geeignet ist, Personen zu identifizieren, die sowohl in der Lage sind, kreative, neuartige Ideen hervorzubringen, als auch Innovationen erfolgreich im Markt umzusetzen. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf eine hohe diagnostische Güte des Instruments hin. Noch viel wichtiger aus unserer Sicht: Das Instrument ermöglicht mit Blick auf Stärken und Entwicklungsfelder, gezielte Empfehlungen zu geben, um auf dieser Basis fundierte Entwicklungspläne zu erstellen.

Wir haben inzwischen begonnen, das Instrument zum Coaching von Einzelpersonen, TeamsInnovationskompetenz im Team oder Bereichen von Unternehmen sowie in der Gründerberatung einzusetzen. Weitere Einsatzmöglichkeiten zeichnen sich in der Zusammenarbeit mit Investoren ab, die die Startbedingungen von Gründerteams durch rechtzeitiges zielgerichtetes Coaching auf ein neues Niveau heben möchten. Gleichzeitig planen wir, die begleitende Forschung fortzusetzen, um die Datenbasis zu verbreitern.

Falls Sie an einem Einsatz des Instruments interessiert sind (z. B. im Rahmen eines persönlichen Coachings oder einer Personalentwicklungsmaßnahme für Ihr Unternehmen), freuen wir uns über eine Nachricht an edmund.komar@peopleinno.com.