Energieversorger schauen in den Abgrund – Brücken von Tradition zu Innovation bauen

Schlagzeilen wie “Schrumpfen sich die Energieversorger zu Tode?”, “Stadtwerke vor dem Abgrund”,  “Unser traditionelles Geschäftsmodell bricht uns unter den Füßen weg” oder “CEO’s  bei Energieversorgern müssen die Unternehmen vor dem Totalschaden bewahren”, kennzeichnen die Nachrichtenlage. Die Lage ist dramatisch. Innovation und neue Geschäftsmodelle sind gefordert, gewohnt ist man aber an ein über Jahrzehnte wenig verändertes Geschäftsmodell und lange Geschäftszyklen. Das macht den Wandel nicht leicht.

Routenplaner Neupositionierung und Profilierung

people.innovation.partners. bauen Brücken von Tradition zu Innovation.  In den letzten 2 Tagen haben wir einen wichtigen Meilenstein bei der Neuausrichtung des Organisationsmanagements eines Energieversorges als proaktiver Co-Pilot für Innovation, Profitabilität und Wachstum, das ich begleiten darf, erreicht. Gerade Unternehmen, die über Jahrzehnte stabile Geschäftsmodelle mit langen Zyklen gewohnt waren, brauchen in dem gewaltigen Umbruch der Branche neue Orientierung und Lotsendienste für den herausfordernden Weg. Zentralfunktionen müssen das Spielfeld für die Mitarbeiter völlig neu gestalten und sich dafür selbst neu erfinden oder werden überflüssig. Die Reise entlang des Routenplaners “ReAlign Canvas” von people.innovation.partners. gespickt mit Beispielen aus Tradition und Innovation zeigt den Weg und baut Brücken über Abgründe. Es macht Freude und ist erfüllend, einen Beitrag zu leisten, Menschen, Organisation und Geschäfte zukunftsfähig zu machen.

Die ersten 100 Tage als Schwungrad für die Karriere – 8 Strategien für Ihren Erfolg

Sie übernehmen demnächst eine neue Aufgabe oder sind mitten in den ersten 100 Tagen. Dann stellen Sie sich bitte vor, die ersten 100 Tage wären vorbei und Sie schwimmen auf einer Welle der Wertschätzung und Zuversicht, die Sie in Ihrem neuen Umfeld erleben. Das Tor für Ihren Erfolg steht weit offen. Sie nutzen nun wie ein Surfer die kräftige Energie der Welle und mit wenigen geschickten und mutigen Eingriffen steuern Sie Ihre Projekte zum Erfolg. Ihr Umfeld gewinnt sogar den Eindruck, dass Sie mit einer gewissen Leichtigkeit anspruchsvolle Herausforderungen meistern. Was müssen Sie tun, um diese Welle der Wertschätzung und Zuversicht auszulösen?

Oft wird von der Schonfrist in den ersten 100 Tagen in einer neuen Aufgabe gesprochen. Das verleitet manchen zu einer gefährlichen Entspannung. Tatsächlich habe ich bei meinen Wechseln in eine neue Aufgabe und in vielen Coaching Assignments erlebt, dess es keine Schonfrist gibt. Denn die ersten 100 Tage entscheiden über Ihren ersten Eindruck bei den wichtigsten Stakeholdern, über die Akzente, die Sie für die nächsten Jahre setzen werden und ob Sie mit Schwung und positiver Resonanz das erste Jahr absolvieren oder gegen Vorverurteilung ankämpfen müssen. Deshalb lohnt es sich, diese sensible Phase systematisch und aktiv zu gestalten.Wir haben persönliche Leadership-Erfahrungen, die Lehren aus vielfältigen Coaching-Assignments und Best Practices aus der Forschung über Leadership Transitions (z.B. Michael. D. Watkins) für diesen Artikel ausgewertet.

1.   Machen Sie eine Lernagenda und erhöhen Sie Ihr Lerntempo

Erkennen Sie rechtzeitig, mit welchen Fragen Sie Ihr Lernen strukturieren und wo Sie Prioritäten setzen sollten. Die Fragen zielen auf Verständnis der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunftssicht im Unternehmen ab. Lassen Sie sich nicht vom „Action Imperativ“ überwältigen und zu vorschnellen Entscheidungen verleiten. Begreifen Sie Ihr Lernen als Investment in das Erkennen typischer Muster und die Identifikation von Herausforderungen und Prioritäten.

2.   Stimmen Sie Ihre Strategie auf die Lage ab

Falls es nicht klar erkennbar ist, finden Sie heraus in welcher strategischen Situation sich Ihr Unternehmen befindet. Handelt es sich um ein Startup, einen Turnaround, um beschleunigtes Wachstum, Neuausrichtung oder Stabilisierung des Erfolges. Die strategische Situation bestimmt, um es musikalisch zu beschreiben, die Melodie des Musikstücks und damit die geschäftlichen Herausforderungen. Natürlich können sich unterschiedliche Geschäfte Ihres Unternehmens in verschiedenen Reifegraden und Marktzyklen befinden, Dann sollten Sie das Geschäfts-Portfolio verstehen. So sind Sie in der Lage, Ihre Veränderungsimpulse richtig zu setzen.

3.   Handeln Sie Ihren Erfolg aus

Ihr Vorgesetzter und andere wichtige Stakeholder entscheiden über Ihren Erfolg. Verstehen Sie Ihre Gespräche mit den Stakeholdern als Verhandlung über Ihren Erfolg. Bewährt hat sich die ArbeitPersönliches Karriere- und Geschäftsmodell mit dem “Persönlichen Karriere- und Geschäftsmodell (Business Modell You)”. Der Blick auf die Arbeit und die eigene Karriere durch die Brille eines Geschäftsmodells eröffnet regelmäßig unerwartete Perspektiven und gibt neuen Schub für Ihren beruflichen Erfolg. In den Gesprächen mit Ihren Stakeholdern werden explizit oder implizit die Bedingungen für ihren Erfolg festgelegt. Daher sollten Sie Ihre Beziehung zu Stakeholdern bewusst und aktiv gestalten. Wenn Sie Ihren Chef als Ihren Kunden verstehen, ist das ein erster guter Schritt. Die Themen der Gespräche erstrecken sich von der Diagnose, über Erwartungen, Ressourcen und Kultur bis zu der eigenen Entwicklung.

4.   Sorgen Sie für Quick-Wins

Wenn die Businessziele klar sind, die Sie verfolgen, dann geht es darum, wie Sie Energie für die Transition mobilisieren. Wer muss sich anders verhalten, damit die Geschäftsziele erreicht werden. Fragen Sie sich, wo Ihr Beitrag liegen soll, um das Unternehmen voran zu bringen. Für welche Botschaft werden Sie stehen? Welche Projekte müssen Sie dazu auf den Weg bringen? Wie erreichen Sie das Commitment der Zielgruppe? Suchen Sie die Projekte, die erste schnelle Erfolge ermöglichen und Ihnen und Ihrem Umfeld die Zuversicht geben, dass die Transition machbar und erfolgversprechend ist.

5.   Beginnen Sie Ihre Organisationseinheit neu auszurichten

Gehen Sie systematisch vor und nutzen Sie z.B. den Routenplaner „Neupositionierung und Profilierung meiner Organisationseinheit (ReAlign Canvas)“ von people.innovation. partners. Routenplaner Neupositionierung und ProfilierungDer Routenplaner zeigt den roten Faden durch 9 Herausforderungen auf dem Weg der Neuausrichtung und hält für jede Herausforderung Leitfragen und Lösungskonzepte bereit.  Die Visualisierung auf einem Plakat ermöglicht individuell zu arbeiten, aber auch ein Team frühzeitig in gleichzeitig strukturierter wie kreativer Art und Weise einzubinden.

6.   Stellen Sie Ihr Team auf

Wenn Sie dem Routenplaner folgen, werden Sie unweigerlich  beschreiben, was Ihr Team leisten muss, um die Ziele zu erreichen. Daraus leitet sich ab, welche Skills, welche Mentalität und welche Arbeitskultur erforderlich sind, um Ihre Ziele zu erreichen. Damit liegen die Kriterien auf der Hand, mit der Sie und Ihr Team sich einschätzen müssen. Die Einschätzung wird Entwicklungsfelder und vermutlich in einigen Fällen den Bedarf für Neubesetzungen adressieren. Je intensiver Sie Ihr Team in die Entwicklung Ihrer Agenda eingebunden haben und je deutlicher Sie Stärkenorientierung verfolgen, desto eher wird es zu selbst gesteuerten Personalbewegungen kommen. In der Regel werden Sie allerdings personelle Entscheidungen treffen und Schlüsselfunktionen neu besetzen müssen. Die Besetzungsentscheidungen gehören zu den erfolgskritischsten Entscheidungen des ersten Jahres.

7.   Knüpfen Sie Ihr Netzwerk und bilden Sie Allianzen

Neben Ihren Mitarbeitern brauchen Sie ein funktionierendes Netzwerk im und außerhalb des Unternehmens. Das Netzwerk ergänzt Ihre Ressourcen, verschafft Expertise, öffnet Türen oder gibt Rückendeckung. Eine sorgfältige Stakeholder- und politische Analyse mit Blick auf Einfluss, Expertise und Interessen Ihnen gegenüber hilft Ihnen, das Spielfeld zu verstehen.  Suchen Sie nach Partnern mit ähnlichen Interessen und bauen Sie systematisch Ihr Netzwerk auf. Nutzen Sie Off- wie auch Online-Kanäle. Verfolgen Sie die Frage, wie kann ich meine wichtigsten Stakeholder erfolgreicher machen?  Insbesondere, wenn Sie neu in einem Unternehmen sind, entscheidet das über Ihren Erfolg.

8.   Change Management beginnt bei Ihnen

Die wichtigsten Frage lauten, auf welcher Ihrer Stärken können Sie im Change-Prozess setzen, wie können Sie Ihre Stärken noch ausbauen und besser zur Geltung bringen. Dort, wo Sie mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen Entwicklungsfelder bei sich persönlich sehen, empfehlen wir in erster Linie nach Kompensationsmöglichkeiten im Team oder im Umfeld zu suchen. In den Bereichen, wo das nicht möglich ist, muss Ihr persönliches Lernprogramm greifen. Denken Sie auch daran, dass Ihre berufliche Veränderung für Ihre Familie und/oder Ihr Umfeld ein Change Prozess ist, den Sie mit klarer Zielsetzung und Fingerspitzengefühl steuern sollten. Schließlich brauchen Sie ein verlässliches Netzwerk von kompetenten Beratern, Coaches und Mentoren, die Sie als Sparringspartner nutzen und die Ihnen ungeschminktes Feedback geben. Prüfen Sie, ob Sie vor dem Hintergrund der neuen Herausforderungen Ihr Netzwerk erweitern müssen.

 

Wollen Sie Ihre Personal-Funktion fit für die Zukunft machen? 10 Thesen zum Start

Den angekündigten Beitrag zu Führungs- und Managementqualität werde ich verschieben, zunächst auf die Neuausrichtung von Human Resources eingehen und dazu einen Beitrag aus März 2012 überarbeiten.

Vor welchen Chancen und Risiken stehen Sie, wenn Sie Ihre Personal-Funktion auch zukünftig erfolgreich als Co-Pilot für Wachstum und Profitabilität profilieren möchten?

  1. Durch die labile gesamtwirtschaftliche Lage wird das Management von Volatilität zur unternehmerischen Herausforderung. Die Initiative Selbst-GmbH e.V. – das innovative Netzwerk von Personalprofis stellt sein Netzwerktreffen im November 2012 unter das Motto „Führen auf Sicht, Handeln mit Weitblick!“ Auch Dr. Jochmann titelt seine Präsentation auf der Kienbaum Jahrestagung 2012  “HR-Management reloaded – Antworten auf die Herausforderungen in volatilen Märkten”. Human Resources muss die Herausforderung Volatilität annehmen, in die Personalstrategie integrieren, Kennzahlen, Abläufe und Werkzeuge zur Verfügung stellen und das Management pro aktiv fordern aber auch wirkungsvoll unterstützen.
  2. Crowdsourcing und Enterprise 2.0 revolutionieren Workforce und Talent Management. Ich bin überzeugt, dass interne und externe Communities unterstützt durch Social Media Plattformen noch stärker zu Quellen für Produktivitätssprünge und Begeisterungskultur ausgebaut werden. Wem gelingt es am besten, die begehrten “Kreativ-Nomaden” zu begeistern und zu binden. Recruiter und Talent Manager entwickeln sich über Active Sourcing hin zu Talent Lotsen und Architekten für Karriere-Chancen in einer “fluiden Belegschaft”.
  3. Diversity ist mehr als Frauenquote und muss breit verstanden werden. In den Blick gehören Migranten, Jugendliche ohne Abschluss, Alumni, Diversität der sozialen Vernetzung, Multi-Generationen und interkulturelle Vielfalt. Viele Unternehmen wachsen und rekrutieren vor allem in den BRIC-Staaten. Diese Machtverschiebung wird sich auch in der HR-Organisation abbilden.
  4. Die Rolle der HR-Center of Expertise wird sich aufgrund des anhaltenden Kostendrucks und des Führungs- und Fachkräftemangels mehr in Richtung Human Capital Management und Resourcing verschieben.
  5. Im HR IT Markt zeigt sich ein deutlicher Trend zur Nutzung von Software as a Service (SaaS), was die Vorteile von Cloud Computing mit App-artigen Benutzeroberflächen vereint.
  6. Die Zukunft der HR Shared Services liegt organisatorisch in der Bündelung mit anderen Shared Services (z.B. Finanzen, Einkauf usw.) unter der Leitung eines COO oder CIO. Das erlaubt „End to End“- Prozess Optimierung.
  7. Die rasante technologische Entwicklung ermöglicht eine neue Generation von „easy to use“ 24 Stunden an 7 Tagen und überall verfügbaren Self Services. Das treibt die Performance der HR-Shared Services und die Begeisterung der Nutzer in ungeahnte Höhen.
  8. Towers Watson schlägt im Rahmen des Business Breakfast 2012 vereinfacht ein 4 Quadranten-Modell als Weiterentwicklung des  3 Rollen Modells nach Dave Ulrich vor. Der neuartige Self Service bildet den 4. Quadranten.
  9. Die HR Business Partner-Rolle wird sich vielfach weiter in Richtung Management strategischer Initiativen entwickeln, konzentriert sich noch stärker auf werthaltigen Support sowie auf faktenbasiertes Challenging des Business, wird operative Aufgaben abgeben und Unternehmensentwickler-Funktionen integrieren. Kienbaum sieht den “Strategic Partnerals 4. Rolle ergänzend zum 3-Säulen-Modell.
  10. Transformational Leadership und Change werden mehr und mehr zum Alltag. Hochkarätige Transformation-Manager werden flexibel Ressourcen aus dem gesamten Unternehmen und von außen für Projekte bündeln. Die Grenzen zwischen HR und Business oder Innen und Außen werden bedeutungslos.

Was sind die wichtigsten Herausforderungen des Personalmanagements in Ihrem Unternehmen für den Rest von 2012?

Ein riesiges Dankeschön an alle Leser meines Blogs und besonders an alle, die sich durch Kommentare und Feedback an der Diskussion beteiligen.

Nur die Informationen bekommen, die man wirklich braucht. Das wäre klasse oder? Meinen Beitrag dazu möchte ich gerne leisten. Deshalb soll mein Blog interaktiver werden und sich noch mehr an den Bedürfnissen meiner Leser ausrichten.

Als ersten Schritt habe ich deshalb eine Kurz-Umfrage auf Xing mit dem Thema „Was sind die wichtigsten Herausforderungen des Personalmanagements in Ihrem Unternehmen für den Rest von 2012?“ gestartet. Zur Teilnahme einfach auf diesen Link klicken:

Umfrage über Xing

Haben Sie schon teilgenommen?

Falls Ihre Top-Herausforderungen nicht auf der Liste stehen, bitte über Kommentar im Blog (Wolke oben rechts) oder über Xing-Kommentar mitteilen.

Hinweis: Die Auswertung durch Xing erfolgt anonym. Den Stand der Ergebnisse sehen sie sofort.

Danke vorab.